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Forschung

Der krebskranke Patient in der Kassenpraxis

- Selbstmanagementtherapie im Akzeptanzvergleich zweier Patientengruppen -

Erfahrungsbericht
Reuter, Elmar und Rehse, Barbara
Praxis für Psychotherapie, Olpe
In: Psychotherapeutische Praxis, 3, 2004

Zusammenfassung:

31 brustkrebsbetroffene Frauen in der Nachsorgezeit, die wegen psychischer Probleme im Zuge der Erkrankung ambulante Psychotherapie in Anspruch nahmen, wurde eine kognitive Verhaltenstherapie im Sinne des Selbstmanagementansatzes von Kanfer als Einzeltherapie im Umfang von mindestens 25 Sitzungen angeboten. Zum Vergleich ebenso einer altersgleichen Gruppe somatisch gesunder Psychotherapiepatienten (N = 15). Patientinnen und Patienten beider Gruppen zeigten symptomatisch ein ängstlich-depressives Beschwerdebild. Ziel der Studie war es, die möglicherweise unterschiedliche Akzeptanz einer teilmanualisierten Selbstmanagementtherapie bei primär somatisch, versus primär psychisch kranken Patienten zu überprüfen. Akzeptanz wurde erfasst an der Erfüllung von Eingangsvoraussetzungen für kassenfinanzierte Therapie (Eigenmotivation, persönliche Anmeldung, Wartezeit, Konsiliarverfahren), Teilnahme am mitlaufenden Qualitätssicherungsprogramm, Zielebenennung für den Therapiezeitraum, Abbruchquote, Therapiedauer und Behandlungszufriedenheit.

Ergebnisse:

Alle Patienten und Patientinnen beider Gruppe akzeptierten gleichermaßen die Eingangsvoraussetzungen, nahmen unterschiedslos an der zu zwei Messzeitpunkten vorgenommenen recht umfänglichen Vor- und Nachuntersuchung teil. Es gab in beiden Gruppen keinen Therapieabbruch und es wurden ähnliche Therapieziele benannt. Das Therapieziel, sozialbezogener Autonomie zu verbessern, war das meist genannte erste Ziel in beiden Gruppen, wurde jedoch in der Gruppe brustkrebsbetroffener Frauen häufiger benannt. Die Therapiedauer war bei der Gruppe der Brustkrebspatientinnen etwas geringer. Patientinnen und Patienten beider Gruppen waren insgesamt mit der Teilnahme an dieser Selbstmanagementtherapie zufrieden bis sehr zufrieden, die Zufriedenheit war jedoch bei den Brustkrebspatientinnen etwas größer.

Insgesamt erscheint das Angebot einer mindestens 25 Stunden umfassenden Selbstmanagement-orientierten Verhaltenstherapie als Einzeltherapie den Bedürfnissen brustkrebsbetroffener Frauen nach psychosozialer Unterstützung entgegen zu kommen.

Lesen Sie hier die ganze Studie als pdf-Dokument

 

Studie - Förderung der Patientinnenkompetenz bei Brustkrebs>>

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